Hallo Herbst, kannst du bitte ein bisschen langsamer machen! Ich wollte Dir doch eigentlich noch ein paar Beiträge widmen.
Plötzlich ist meine Pinterest-Startseite schon prall gefüllt mit Ideen für ausgefallene Weihnachtsdekorationen, draußen rieseln die ersten Schneeflocken und die Kids fragen ungefähr fünf mal am Tag, wann der Nikolaus kommt. 
Mein Sohn hat die Weihnachts-CD von Rolf Zuckowski wieder rausgekramt und irgendwie steht mir so langsam auch der Sinn nach winterlichem Schischi.
Da mir bei meinem Lieblings-Bastel-Dealer ACTION passenderweise Metall-Transferfolien in die Hände fielen, habe ich angefangen, die ersten Weihnachtskarten zu basteln.

Der Hype um die glänzenden Folien ist nicht neu, aber bei mir in diesem November voll angekommen. Dabei gibt es unterschiedliche Methoden, die Folie aufs Papier zu bringen. Hier ein kleiner Überblick!

1. Klebeabdruck-Schablonen 

Bei ACTION gab es neben den Folien auch passende Klebeabdruck-Schablonen.

Ich habe im Netz geschaut und leider online kein vergleichbares Produkt gefunden.
Also schaut besser schnell bei ACTION vorbei:-)

  • Cardstock/ Kartenrohling
  • Transferfolie
  • Falzbein/ Holz
  • Klebeschablone
  • Schere

Die Schablone der Wahl wird ausgeschnitten, das Trägerpapier abgezogen und dann auf das Papier gedrückt. Mit einem Falzbein lässt sich der Druck noch verstärken. Nimmt man die Schablone wieder ab, erkennt man den Abdruck auf dem Untergrund.
Auf den Abdruck habe ich dann die Folie platziert und mit festem Druck das Pigment abgerubbelt.

Beim Abziehen der Folie erkennt man deutlich, wie toll sie sich mit dem Untergrund verbunden hat. Genauso deutlich erkennt man allerdings auch, dass die Folie vom günstigen Lieblings-Bastelladen ziemlich viel Pigment verliert. Der Überschuss lässt sich aber mit einem Radiergummi einfach entfernen. Mit höhenwertiger Folie,  wie dieser hier von Paper Poetry, die ich bei dem Anhänger im Bild verwendet habe, passiert das nicht. 

2. Beklebte Stempel

Dem klebrigen Prinzip von eben folgend, funktioniert das Übertragen mit Stempeln. 

  • Kleber
  • Schere
  • Falzbein
  • Cardstock
  • Stempel
  • Transferfolie

Mit einem Schwämmchen habe ich den Kleber auf den Stempel übertragen und diesen dann etwas antrocknen lassen.
Achtet bei der Wahl des Klebers darauf, dass dieser nicht zu flüssig ist und sich später wieder vom Stempel entfernen lässt. NO Sekundenkleber, also!
Anschließend habe ich den Klebestempel auf das Papier gedrückt und wiederum etwas trocknen lassen. Dann konnte ich die Folie mit dem Falzbein auf die Klebekontur abrubbeln. 


Das Ergebnis hat mich nicht hundertprozentig überzeugt. Ich werde wohl noch an der Wahl der beteiligten Materialien feilen müssen.

3. Noch mehr Klebereien

Ein paar weitere hübsche Ideen rund um die Klebe-Abrubbel-Methode hier im Überblick:

Um interessante Hintergründe zu kreieren, lasst einen handelsüblichen Kleberoller über das Papier sausen und rubbelt dann die Folie darauf ab.

Mit einem Klebestift lassen sich individuelle Schriftzüge gestalten und vergolden.

Selbstgemachte Schablonen oder solche aus dem Bastelfundus lassen sich mit Kleber ausfüllen. Nach leichtem Antrocknen können, mit Hilfe der Transferfolie, die glänzendsten Muster gestaltet werden.

4. Laminierte Folie

Mein Favorit ist die heiße Verbindung von Toner und Folie, weil es wirklich einfach ist und das schönste Ergebnis liefert!

  • Laminiergerät
  • Metallfolie
  • Schere
  • Toner-Ausdruck

Falls Ihr einen Laserstrahldrucker besitzt, seid Ihr fein raus und könnt direkt starten.
Für einfache Tintenstrahldrucker-Besitzer wie mich, bleibt nur der Weg zum öffentlichen Kopierer oder Drucker, denn die Folie verbindet sich nur mit Toner, nicht mit Tinte.

Ich habe verschiedene Motive auf meinem Drucker daheim ausgedruckt und im örtlichen Schreibwarenladen am Laserdrucker kopiert.  
Die ausgeschnittenen Motive werden anschließend mit einem Stück Metallfolie abgedeckt und zusammen in die Falz eines einfachen DinA4-Papiers gelegt. Zuletzt habe ich das Papier-Folien-Sandwich dann durch das Laminiergerät geschoben. 

Obwohl mein Laminiergerät bereits viele Jahre auf dem Buckel hat, verbindet sich die Folie mit dem Toner direkt beim ersten Mal glänzend! 

Einfach goldig, meine Bastelausbeute! Im Nu lassen sich indivuelle Bilder, Grußkarten, Tags und Schriftzüge gestalten. 

Möglicherweise lässt sich die Folie auch auf andere Untergründe wie Snap-Pap, Holz oder Baumwolle übertragen. Ich werde es ausprobieren und Euch beim nächsten Mal davon berichten!

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