Das Nähsortiment meiner Mutter beschränkte sich auf eine kleine Kiste, aus derer sie sich nur dann bediente, wenn ärgerlicher- und notwendigerweise ein Knopf angenäht oder ein Socken gestopft werden musste.

Die Mutter einer Schulfreundin hingegen versorgte Ihre Töchter stets mit selbstgenähten Kleidchen und liebevoll applizierten T-Shirts. Wann immer ich meine Freundin daheim besuchte, brannte ich darauf, heimlich im Dachgeschoss zu stöbern, dort wo die Nähmaschine stand. Es gab da so viele Dinge, die ich von zuhause einfach überhaupt nicht kannte: Holzknöpfe, Stoffbahnen, Glaskügelchen, Glitzerperlen.
Enormen Eindruck machten auf mich eigene Namensschilder aus Stoff, welche die Mutter in jedes fertige Stück einnähte.
Nie im Leben wäre ich darauf gekommen, dass man diese Schilder hätte kaufen können. Ich war überzeugt, dass sie eine echte Schneiderin und sogar berühmt sein musste.
Bis heute, und das ist über 30 Jahre her, weiss ich genau wie die Label aussahen: ein goldenes Webband auf dem mit schwarzen, geschwungenen Buchstaben stand: „Made by E…“.

Seitdem ich nun selbst nähe, habe ich das ein oder andere Mal an diese Bändchen gedacht. Natürlich entzaubert sich die Erinnerung rasant, wenn man „Label personalisieren“ googelt und sofort auf etliche Seiten verwiesen wird, wo sich Namensschilder individualisieren lassen.

Da diese professionellen Label für meine mehr als laienhaften Projekte zum jetzigen Zeitpunkt mächtig übertrieben sind, lasse ich aber die Finger davon.

Doch auch die süßen Handmade-Schildchen aus dem Euroshop oder Stoffladen sind ein richtiger Hingucker und erhöhen die Wertigkeit des Genähten sofort. Mein Kauf-Sammel- und Sortier-Tieb hat mir da binnen kurzer Zeit zu einer guten Auswahl verholfen.

  

 

Da ich aber auch einen ausgeprägten DIY-Sammel- und Sortier-Trieb besitze, habe ich einfach mal geschaut, wie sich Einnäh-Schilder selbst gestalten lassen. Eine Anleitung im pdf-Format findet ihr HIER.

 

SnapPap-Label

Ihr benötigt: nur ein wenig SnapPap bzw. veganes Leder, Motivstanzer, Rollschneider und ein Lineal

Ich habe mir kürzlich online ein wenig SnapPap bestellt und war erstaunt wie wenig Pap man für den angelegten Euro bekommt. Jetzt bin ich irgendwie zu geizig, daraus eine Geldbörse oder Tasche zu nähen. Das übe ich besser vorher noch ein wenig an schnöder Baumwolle.

Kleine Stücke SnapPap lassen sich allerdings wunderbar mit einem Motivstanzer der Wahl lochen und dann beispielsweise an Beanies oder Loops festnähen.

Ihr schneidet ein ca. 2 cm x 5 cm großes Stück SnapPap zurecht und faltet es in der Mitte. Dann kommt der Motivstanzer zum Einsatz. Sterne oder Herzen sind meine Favoriten. Fertig gestanzt legt Ihr das Stück einmal um die Kante eures Projektes und näht es in möglichst braunem bzw. gleichfarbigem Garn fest. Ich finde, es wertet das Genähte total auf und gibt ihm so einen Naketano-Look.

   

Es lassen sich natürlich auch größere Motive ausstanzen und dann als Applikation aufnähen oder, wie hier, mit etwas Vliesofix aufbügeln.

 

Stoff-Label mit Transferpapier

Namensschilder oder andere Bilder lassen sich ganz leicht mit Transferpapier auf Stoff übertragen.

Ihr benötigt: einen PC mit Drucker, Transferpapier, Baumwolle, Bügeleisen, Rollschneider und Lineal

Das Label ist mit ein paar Klicks am PC entworfen. Ich habe mich für dieses schlichte Motiv entschieden.

Das Bild fügt Ihr dann in euer Textverarbeitungsprogramm ein und kopiert es einige Male bis die DinA4-Seite gut gefüllt ist. Lasst links, rechts, oben und unten einigen Abstand. Die Motive werden spiegelverkehrt ausgedruckt, da sie später spiegelgleich aufgebügelt werden sollen.

Dann druckt Ihr Eure Seite in guter Qualität auf Transferpapier aus. Das gibt es z.B. sehr günstig bei meinem Lieblingsbastel-Dealer ACTION oder natürlich auch online zu kaufen.
Bei meinem in die Jahre gekommenen HP-Drucker muss die beschichtete Seite oben liegend eingeführt werden.

    

Das Transferpapier kann nun auf die Webware Eures Vertrauens gebügelt werden. Interessanterweise funktioniert das Aufbügeln mit meiner Hightech-Dampfbügelstation nicht, da diese wohl einen Überhitzungsschutz hat. Das kleine Reisebügeleisen erledigt die Aufgabe hingegen ohne mit der Dampfsohle zu zucken.

Danach schneidet Ihr die einzelnen Label sauber mit einem Rollschneider und Lineal aus. Gönnt Ihr Euch oben oder unten einige cm zusätzlich, können die Label im Stoffbruch eingenäht werden. Oder Ihr stutzt sie mit der Zickzackschere zurecht.

  

Jetzt wird alles nach Lust und Laune mit den Schildchen aufgehübscht!

Mir gefallen die Label richtig gut.

Und irgendwann, wenn meine Nähprojekte einmal mehr als Übungsstücke sind, dürfen bestimmt auch Profi-Label das Genähte verzieren.

 

 

 

 

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