Meine Tochter puzzelt für ihr Leben gern, zu jeder Tageszeit, zu jeder Gelegenheit.
Ihre Puzzle-Sammlung ist ganz beachtlich. Einen großen Bruder zu haben hat nämlich den Vorteil, dass dieser eine Menge abgelegtes Spielzeug mit in die Beziehung bringt. Großzügig wird da ein Biene-Maja-Puzzle mit dem Hinweis rüber geschoben, dass die Schwester es ruhig haben könne, es wäre eh „babyeinfach“.
Nichtsdestotrotz, sind die Geduldspiele vier, acht oder 100 mal gelegt, verlieren sie ihren Reiz und der Wunsch nach neuer Ware erwacht. Da ich mir jedoch ungern die Haare vom Kopf puzzeln lasse möchte, müssen wohl einfache DIYs her.
In den letzten Wochen sind hierbei ein paar selbst gemachte Puzzle entstanden und ich zeige Euch gern wie die Bastelei für mich am besten funktioniert. Eine Anleitung zum Download findet ihr HIER.

Ihr benötigt:
Einen PC mit Drucker, etwas Washi-Tape, festen Tonkarton, einen Kugelschreiber oder eine Ahle, ein Kinderbuch, ein Laminiergerät, Sprühkleber, eine kleine Bastelschere.
Optional: ein Stück Pappe, eine Heißklebe-Pistole.

Die Vorlage ist mithilfe der Suchmaschine Eures Vertrauens schnell gefunden. Es gibt endlos viele, kostenlose Printvorlagen. Für das Tochterköpfchen in unserem Haus sind 25-Teile-Puzzle momentan angesagt.

Im Din-A4-Format ausgedruckt legt Ihr die Vorlage auf den Tonkarton und fixiert sie mit etwas Washi-Tape. So kann sie später rückstandslos wieder abgelöst werden kann. Mit einem Kugelschreiber oder einer Ahle drückt Ihr nun die Konturen der Vorlage auf den Karton. Löst man die Vorlage anschließend wieder ab, sind die Umrisse gut zu erkennen.

Als Motiv für die Vorderseite wählt Ihr dann ein möglichst buntes Bild, ideal sind hier Wimmelbuchseiten. Die Buchseite Eurer Wahl kopiert Ihr  zweimal. Eine Kopie benötigt Ihr am Ende als Übersicht, wie die kleinen Teile zusammengesetzt aussehen. Die andere Kopie wird nun laminiert. Habt Ihr kein Laminiergerät zur Hand, lässt sich das Bild auch mit transparentem Paketband oder Buchbindefolie einbinden.
Als nächstes wird das laminierte Bild auf den Karton gebracht. Verwendet einen Kleber, der flächig, gleichmäßig und stark klebt. Sprühkleber funktioniert super, ein Alleskleber sollte es zur Not wohl auch tun.

Der Sprühkleber trocknet 10 Minuten, danach lässt sich das Puzzle ausschneiden. Ich verwende hierfür eine kleine Bastelschere. Beim Ausschneiden wird mir sehr deutlich, dass die DIY-Liebe ein Ende haben wird, sobald 49-Teile-Puzzle gefragt sein werden.
Ich bin halt kein Plotter, man sieht an den Kurven, dass es handgemacht ist.

Optional:
Abschließend lässt sich die zweite Kopie noch auf ein Stück Pappe aufkleben und mit Heißleber umranden. Achtet hierbei darauf, dass Ihr ein paar Millimeter Platz lasst, sonst wollen die Teile nicht recht in den vorgegebenen Bereich passen.
So habt Ihr im Handumdrehen einen stabilen Puzzle-Rahmen gebastelt. Die Puzzleteile fliegen sonst gerne auf und unter dem Tisch herum.

Hier noch ein paar Hinweise aus der Kategorie „gesammelte Erfahrungen“:

  • Nur das Motiv zu laminieren und auszuschneiden, funktioniert leider nicht. Das geht zwar rasend schnell, landet aber auch genauso rasch im Papierkorb. Denn, verzichtet man auf einen stabilen Karton als Unterlage, sind die Teile viel zu glatt und haften nicht aneinander.
  • Dicke Pappe aus dem Altpapier eignet sich leider nicht als Tonkartonersatz. Sie lässt sich miserabel ausschneiden und bröselt etwas auseinander, so dass die einzelnen Teile nicht mehr gut ineinander passen.
  • Großflächige Motive, Malbuchseiten oder Bilder auf denen nicht allzu viel los ist, lassen sich in Einzelteilen nur schwer wieder zusammenfinden. Das schöne DIY wird letztlich mit Missachtung gestraft.

Die selbstgemachten Puzzle kommen ehrlicherweise nicht an das Glitzerpony-Lieblingspuzzle meiner Tochter heran. Sie sind aber wirklich schnell und einfach gemacht und kommen immer wieder dann zum Einsatz, wenn Mausi etwas Abwechslung braucht.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

 

 

 

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