Ein echter Evergreen in unserem Spielzimmer ist der Kaufladen, den mein Erstgeborener vor über vier Jahren zum Geburtstag geschenkt bekam. Der Sohnemann liebte es damals, alle Produkte einzusortieren, Münzen zu stapeln, Verkäufe zu tätigen und auf dem dünnen Sperrholz zu klettern.
Als das Töchterchen den Kaufladen vor fast zwei Jahren erbte, war dieser schon ziemlich runter gerockt, doch wurde er von ihr nicht weniger geliebt.
Wir haben ihn noch um einen Küchenbereich erweitert und auch heute wird nach wie vor regelmäßig das Spiel-Gemüse geschnippelt, zubereitet und verkauft.

Da an manchem Holzobst oder Müslikarton sichtbar der Zahn der Zeit nagt, habe ich neulich angefangen, ein wenig selbst gemachtes Zubehör beizusteuern.
Mit ein paar Stoffen aus der Restekiste und ein wenig Krimskrams lässt sich jeder Kaufladen im Nu aufpeppen. Die passenden Ideen gibt es heute von mir dazu!

Kartoffeln:

Zu Beginn etwas ganz Simples, das sich aus einer alten Nylonstrumpfhose und etwas Füllwatte schnell herstellen lässt.

Ich habe ein ca. 15 cm langes Stück Nylonstrumpfhose an einer kurzen Seite mit ein paar schnellen Stichen zusammen genäht, gewendet und mit etwas Füllwatte ausgestopft. Anschließend habe ich die noch offene Seite ebenfalls geschlossen und nach innen vernäht.

Kirschen:

Noch schneller als die Kartoffeln, landen Kirschen in der Auslage. Hierzu benötigt man lediglich ein paar rote Holzperlen und eine grüne Kordel.

An einem etwa 20 cm langes Kordelstück wird an beiden Enden eine rote Holzkugel aufgefädelt und verknotet. Die Mitte der Kordel wird abschließend ebenfalls zusammen geknotet. Ich habe im Bastelschrank noch ein kleines Holzkästchen gefunden, in dem sich die Kirschen hübsch verwahren und verkaufen lassen.

Nudeln:

Zur Herstellung hauseigener Pasta a la Kinderküche benötigt man: gelben Filz, passendes Garn, Schere, Zickzackschere und etwas Füllwatte.

Für die Ravioli habe ich Rechtecke aus Filz (ca. 4 cm x 4 cm) geschnitten, je zwei davon übereinander gelegt und an drei Seiten zusammengenäht. Vor dem Schließen der vierten Seite lässt sich das Filztäschchen mit etwas Stoff füllen. Ist das Viereck vernäht und verriegelt, kann der Rand mit einer Zickzackschere bearbeitet werden.

Tortellini lassen sich aus einem runden Filzstück (Durchmesser ca. 5 cm) schnell gestalten. Klappt dieses zusammen und legt etwas Füllwatte in die Mitte. Fixiert den Rand mit ein paar Klammern und näht ihn ab. Achtet darauf beide Enden gut zu verriegeln. Das überstehende Garn auf beiden Enden wird nicht sofort abgeschnitten, sondern zuerst in der Mitte zusammengeknotet, erst dann gekürzt. So erhaltet Ihr die typische Tortellini-Form.

Für Farfalle habe ich 5 cm x 4 cm große Filz-Rechtecke zurecht geschnitten und an den kurzen Seiten mit der Zackenschere gestutzt. Ziehharmonikamäßig gefaltet landet das Filz anschließend unter der Nähmaschine. Mittig wird hier eine Naht gesetzt und gut verriegelt. Zum Anbeißen!

Nett verpackt werden die Filz-Teigwaren bestimmt der Renner in unserem Kaufladen.

Wurst und Käse:

Folgende Materialien habe ich verwendet:

  • rechteckige Pappteller
  • rosa Spültuch
  • gelbes Filz
  • Schere, Glas, Stift
  • Frischhaltefolie, Tesa-Film
  • Drucketiketten und Vorlage

Für den Käse habe ich ca. 7,5 cm x 10 cm große, gelbe Filzrechtecke zurecht getrimmt und mit einer feinen Schere Kreise und Halbkreise hinein geschnitten. Fünf dieser Rechtecke habe ich versetzt auf einem Pappteller drapiert, mit Frischhaltefolie umlegt und mit Tesa-Film auf der Rückseite verschlossen.
Die Verpackung habe ich zuletzt noch mit einem bedruckten Aufkleber versehen, so dass der Edamer bestimmt seinen passenden Platz in der Käse-Frischtheke findet.

Für die Wurst habe ich auf einem rosa Spültuch mit einem Glas Kreise abgemalt und ausgeschnitten. Wie zuvor habe ich einige davon auf einen Pappteller gelegt, mit Frischhaltefolie umlegt, verschlossen und etikettiert.

Meine Kinder freuen sich total über die Sortimentserweiterung. Das Tochterkind wollte unserem Hund tatsächlich schon etwas von der Fleischwurst abgeben.
Die Zubereitung der Speisen hat viel Spaß gemacht und gleichzeitig sogar noch ein paar Stoffreste sinnvoll verwertet.
Viel Spaß beim Nachbasteln!


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