Anfang September, die Sonne hat in der vergangenen Woche noch einmal alles gegeben und ich fühle mich, als hätte der Herbst längst angefangen. Ich habe bereits begonnen, einen Blogpost über Tassenwärmer zu schreiben, ihn dann aber mit einem Blick auf das Thermometer zurückgestellt.

Merkwürdigerweise würde ich jetzt schon lieber Kürbisse statt Wassermelonen servieren und das Badetuch gegen einen Strickmantel eintauschen. Dabei liebe ich den Sommer und bin jedes Jahr wehmütig, wenn er sich verabschiedet. Aber aufhalten lässt sich der Herbst nicht, der verblühte Lavendel im Garten weist eindeutig darauf hin.

Da ich mit unserem Umzug ins Eigenheim haufenweise Lavendelbüsche geerbt habe, befragte ich die Suchmaschine meines Vertrauens, was zu tun ist mit den verdorrten Blüten. Zurückschneiden, ignorieren?
Ich habe leider einen astbraunen Daumen und hoffe, der neue Garten ist nachsichtig mit mir.

Jedenfalls stolperte ich über ein paar hübsche Ideen, den Lavendelduft in die kommende, kalte Jahreszeit zu retten. Schaut selbst!

Lavendel-Säckchen:

Ob als Mottenpolizei im Kleiderschrank oder zur Spinnenabwehr im Keller, Lavendel-Säckchen sind wirksame Helfer gegen das ein oder andere Krabbeltier. Ein ganz einfaches Exemplar ist rasch selbst genäht:

Materialien:

  • 2 Baumwollstücke, ca. 10 cm x 15 cm
  • Lavendelblüten
  • Nadel & Faden
  • Stift & Lineal
  • 1 Stück Kordel, ca. 20 cm
  • Applikation

Die Größe, Art und Form der Baumwollzuschnitte kann ganz frei variiert werden. Meine bestehen aus einer alten Gardine, sind rechteckig und ca. 10 cm x 15 cm groß.
Ich habe zunächst ein Baumwollstück mit einer kleinen Lavendelblüte verziert. Hier hilft mir mein Plotter, aber ein Textilstift oder etwas Stickgarn sollten es genauso tun.
Aus der Kordel forme ich eine Schlinge und verknote sie. Mit der runden Seite nach innen wird sie auf einem der beiden Zuschnitte fixiert.

Die Baumwollstücke werden rechts auf rechts gelegt, festgesteckt und rund herum zusammengenäht. An der Unterkante belasse ich eine Füll- und Wendeöffnung von ca. 5 cm.
Die Ecken werden anschließend gekürzt, das Nähteil gewendet und durch die Wendeöffnung mit jeder Menge Lavendelblüten befüllt.

Zuletzt wird die Unterkante ganz knappkantig abgesteppt und so die Wendeöffnung geschlossen.

Fertig!

Schlaf-Gut-Spray:

Mitunter dreht mein Köpfchen nach Feierabend gern ein paar Extrarunden und lässt mich nicht in den Schlaf finden.
Es scheint wichtig zu sein, um Mitternacht bevorstehende Telefonate oder das nächste Mittagessen zu planen. Lavendel beruhigt und kann dem Kopfkino ein wenig den Strom abdrehen.
So habe ich es gemacht:

Materialien:

  • Aromalöl, Lavendelblüten
  • destilliertes Wasser
  • Wodka
  • Sprühflasche, Trichter
  • Applikation

Ich habe vom Urlaub noch ein Fläschchen Sprühkur übrig. Den Conditioner habe ich umgefüllt und die Flasche ordentlich gereinigt.
Mit einem kleinen Trichter lassen sich die Flüssigkeiten easy einfüllen. In meine 50ml-Flasche fülle ich:
– 30 ml Wasser
– 20 ml Wodka
– 10- 15 Tropfen Aromaöl (hier: Lavendel- und Vanillearoma aus dem DM)
– Lavendelblüten

Der Alkohol hilft dabei, dass sich die Öle besser verteilen und erhöht die Haltbarkeit des Sprays. Er verfliegt aber in der Luft und hinterlässt keinen unangenehmen Geruch!

Natürlich habe ich noch einen kleinen Gruß auf das karge Fläschchen geklebt. Und fertig ist das Helferlein.


Ich finde, das ist ein tolles, persönliches Geschenk für die ein, oder andere übernächtigte Mami!

Übrigens habe ich irgendwo gelesen, dass Lavendel giftig für Katzen sein soll. Dies ist nicht der Fall, so dass auch Katzenmamis das Spray ohne Bedenken versprühen können!

Lavendel-Kokos-Peeling:

Zuletzt habe ich noch ein Körper-Peeling ausprobiert, weil ich die Kombi aus Lavendel und Kokos sehr mag.
Und tatsächlich, das Peeling ist mein Lavendel-Highlight!

Materialien:

  • 80 g Kokosöl
  • 100 g Zucker
  • 1 EL Lavendelblüten
  • 10 Tropfen Aromaöl
  • Weckglas 250 ml
  • Stößel

Kokosöl und Zucker werden in einer Schüssel miteinander vermengt. Eine Handvoll Lavendelblüten habe ich mit einem Stößel klein gemalmt und zusammen mit einigen Tropfen Aromaöl unter die Öl-Zuckermischung gemischt.

Mit etwas Deko macht sich das Peeling wirklich hübsch im Bad und ist ebenfalls ein tolles Spätsommer-Geschenk!

Genießt die letzten Tage des Sommers!
Bis zum Tassenwärmer:-)

Eure

Disclaimer: Frische Lavendelblüten eignen sich mindestens genauso gut für diese DIYs. Nichtsdestotrotz lassen sich auch mit den verdorrten Blüten dufte Ergebnisse erzielen.

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