Es bereitet einen nichts vor auf ein Leben ohne ausreichenden Schlaf.

In meinen Zwanzigern ging ich höchst verschwenderisch mit dem Tiefschlaf um. Es kümmerte mich nicht, wenn ich nach einer durchfeierten Nacht um 8.00 Uhr bei der Arbeit sein musste. War mir danach, schaute ich ganze Serienstaffeln bis in die frühen Morgenstunden. Dann schlief ich eben am Wochenende bis zum Mittag und wurde höchstens von lärmendem Vogelgezwitscher oder durchscheinendem Tageslicht geweckt. Höchst ärgerlich das.

 

Später, mit wachsendem Babybauch, ermahnten mich erfahrende Eltern fortwährend, ich möge vorschlafen, um so viel von dem kostbaren Gut zu konservieren wie möglich. Richtig verstanden habe ich das nicht. Was sollte schon dabei sein, ein paar Nächte weniger zu schlafen. Darin war ich doch seit meiner gut durchfeierten Studentenzeit ganz ordentlich trainiert. Ich Unwissende.

Denn spätestens nach drei Monaten mit Baby Nr. 1 bekam ich langsam ein Gefühl dafür, woher die tiefen Augenschatten mancher Mami-Freundin stammten. Dank Stillhormonen und einem kleinem Powernap neben dem schlafenden Säugling am Nachmittag ab und an, kam ich aber gut zurecht. Anstrengender wurde es mit den ersten Zähnchen, gefolgt von schlechten Träumen, dann Durst, Riesendurst, gerade zwischen 1 und 3 Uhr morgens. Mein Sohn schlief nicht nach ein paar Monaten durch, so wie mir stolz von einigen Eltern über Ihren Nachwuchs berichtet wurde. Es dauerte eher Jahre. Etwa zu der Zeit war ich wieder schwanger und mit der neuen Kugel blieben meine Nächte alles in allem recht übersichtlich.

Was es allerdings wirklich bedeutet unter Schlafmangel zu leiden, habe ich erst mit Baby Nr. 2 gelernt. Mit zwei Kindern gibt es keine Powenaps, keine Erholung. Mein süßes Tochterkind hatte in den ersten Monaten ein äußerst ausgeprägtes Saugbedürfnis in der Nacht. Ich verbrachte viele, mit meinem Biorhythmus verknüpfte Schlafstunden damit, ihre Zeit zu teilen. Mein Sohnemann hingegen war ab dem Morgengrauen fit wie ein dreijähriger Turnschuh und forderte zurecht die hellen Minuten des Tages für sich. So schleppte ich mich durch die Tage und Nächte und hoffte auf ein Licht am Ende des Tunnels, welches ich lange, lange nicht sah. Bis heute weiss ich nicht, wie das überhaupt funktioniert hat.

Seit eineinhalb Jahren etwa ist es aber deutlich besser geworden. Wenn beide gesund sind, schlafen sie in ihren eigenen Betten zügig ein und zumeist auch durch.

Leider waren die vergangenen Wintermonate aber rau und kalt und die Rotznasen meiner Kleinen triefend, rot und andauernd. Ich bin dadurch wieder etwas an den Schlafmangel der Babyjahre erinnert worden. Die letzten Nächte waren besonders turbulent, so dass ich Euch ermahne möchte:
Preiset den Tiefschlaf! Geniesst ihn, kostet ihn aus, baut ihm ein Denkmal, ehret ihn, solang Ihr nur könnt.

Es wäre so schön, nach einer verkorksten Nacht, in der von 1:20 bis 5:48 abwechselnd beide Kinder dachten, die Sonne ginge auf, den frühen Vogel zum Fenster raus zu jagen und einfach in Tiefschlaf zu verfallen.

Und selbst wenn dieser Post viel zu lang wird, möchte ich ein paar Worte an eine liebe Freundin richten, die mit zwei besonders ausgeprägten Nachteulen gesegnet ist und seit fast vier Jahren keine Nacht mehr durchgeschlafen hat: I feel you. Ich denke oft, dass der Sandmann nur einfach sehr beschäftigt ist, aber schon ganz bald auch bei Euch vorbeikommt, um deinen Ladies eine extra Portion Sand in die Augen zu streuen. Du hättest es so verdient!

Und bis dahin, hilft nur KAFFEE, denn:

Ein Satz, der doch auf einen Kaffeebecher gehört.

Gedacht und gemacht, um die Morgenlaune zu heben!

Viel braucht es nicht: Einen Porzellanmarker, einen Becher aus Porzellan, ein paar Einweghandschuhe, einen Backofen und eine ruhige Hand.

Ich hab den Spruch auf dem Computer in netten Handlettering-Fonts vorgeschrieben und dann einfach auf den Becher übertragen.

Einweghandschuhe sind ein Muss beim Aufmalen. Bei meinem ersten Versuch haben meine schwitzigen Händchen auf der Tasse ein paar Spuren hinterlassen, die sich auch nachträglich nicht wirklich korrigieren lassen.

Nachdem der Becher etwa eine Viertelstunde an der Luft getrocknet ist, kommt er noch für 25 Minuten bei 160° Grad in den vorgeheizten Backofen. Und schon ist er fertig und übersteht sogar das Bad in der Spülmaschine unbeschadet.

Ob die etwas zittrigen Buchstaben letztlich von zu viel Kaffee oder zu wenig Schlaf rühren, weiss ich nicht. Beides ist möglich. Prost Ihr Lieben!

 

 

 

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