Im März sind wir zu einer Taufe eingeladen und ich würde gerne etwas Selbstgenähtes schenken. Ein Namenskissen fände ich ideal, allerdings besitze ich weder eine Stickmaschine noch „Kissen-Näherfahrung“. Da ich aber wohl schon das ein oder andere Stoffteil appliziert habe, möchte ich es gerne versuchen.

Ein Namenskissen muss meiner Meinung nach nicht unbedingt zu öffnen sein, so dass ich mir den ganzen Zauber rund um Reißverschlüsse, Hotelverschlüsse oder KampSnaps spare.
Es gibt diese Kissen in allen möglichen Formen, letztlich ist das ja reine Geschmacksache. Ich mag’s rechteckig. Mein Kissen misst am Ende etwa 44 cm x 27 cm.

Folgende Materialen habe ich verwendet:

Die Applikationen:

Das Motiv:
Der Täufling trägt den außergewöhnlichen Namen WENDELIN. Google verriet mir hierzu Folgendes:

„Das Namenselement ‚Wendel‘ kommt von ‚Vandalen‘, der germanischen Bezeichnung für ein slawisches Volk; im Mittelalter verbreitet durch die Verehrung des hl. Wendelin (6./7. Jh.)“

https://www.vorname.com/name,Wendelin.html

Nun, einen Vandalen kann ich nicht applizieren. Der einzige Wendelin, den ich bisher kannte, stammte aus der Feder von Loriot und verwies immer auf einen Stichtag, Sonnabend in acht Tagen.

Ein Elefant also, vielleicht aber nicht gerade der mit dem Knoten im Rüssel.
Meine Applikationsvorlage  hat zwar mit dem Original nichts gemein, aber die Tierart stimmt immerhin.

Der Ausdruck ist spiegelverkehrt, damit die Applikation später richtig herum auf dem Kissen erscheint. Für die Größe meines Kissens habe ich den Ausdruck auf 75 % verkleinert.
Die Umrisse des Elefants, seines Ohrs und seiner Beine habe ich auf die Papierseite des Vliesofix übertragen und dann mit der Klebefläche nach unten auf die linke Seite passender Stoffreste gebügelt.
Im Feinschnitt habe ich Ohr und Füße anschließend auf den Elefantenkörper gebügelt und als Auge per Hand ein paar, enge Stiche mit schwarzem Garn gesetzt.

Der fertige Elefant kann dann auf den Vorderseiten-Stoff gebügelt werden. Vor dem eigentlichen Applizieren habe ich hier rückwärtig noch Stickvlies befestigt. Es verhindert, dass sich der Hauptstoff verzieht und die Nähte haften besser. Mit mit einem engen Zick-Zack-Stich ( Länge 0,5; Breite 2,5) habe ich den Elefant festgesteppt.

Den Elefanten alleine fand ich etwas zu schlicht, so dass ich ihm noch ein paar Ballons an der Schnur spendiert habe. Die Ballons habe ich freihändig auf das Vliesofix gezeichnet und dann ebenso wie den Dickhäuter appliziert. Die Schnur habe ich mit einem Trickmarker auf dem Stoff vorgemalt und dann mit einem Zick-Zack-Stich (Länge 2; Breite 3) nachgezeichnet.

Der Name:
Ein Alphabet ist rasch spiegelverkehrt abgespeichert und ausgedruckt. Ich habe den Ausdruck für dieses Kissen auf 105 % vergrößert.
Die passenden Buchstaben habe ich auf die Papierseite des Vliesofix abgepaust und dann die Klebefläche auf die linke Stoffseite der Baumwollreste gebügelt.
Im Feinschnitt habe ich die Stoffbuchstaben anschließend an der richtigen Stelle auf dem Hauptstoff mit einem engen Zick-Zack-Stich (Länge 0,5; Breite 2,5) festgesteppt. Rückwärtig habe ich hier ebenfalls ausreichend Stickvlies befestigt.

Das Kissen:

Nur noch wenige Schritte bis zum fertigen Kissen!
Beide Stoffteile werden rechts auf rechts zusammengelegt, mit einigen Clips fixiert und vernäht. Am besten funktioniert das mit der Overlock, mit der normalen Maschine empfiehlt sich wohl ein elastischer Stich. Eine Wendeöffnung von ca. 7 cm muss in jedem Fall belassen werden. Das Stickvlies kann außerdem so weit möglich zurückgeschnitten werden.

Nach dem Wenden der Kissenhülle wird diese mit einer guten Menge Füllwatte gefüllt.
Zuletzt muss die Wendeöffnung mit einem Matratzenstich geschlossen werden und fertig ist das Namenskissen!

Ein handgemachtes Geschenk, von Herzen und dazu ein echter Hingucker.

Viel Spaß beim Nachnähen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.