Fotos lassen sich heute auf so viele Arten sammeln, wie noch nie: in Fotoalben aus dem Digitaldrucker; auf dem Lieblingsduschgel oder Schnuller der Wahl, auf einem Kühlschrankmagneten oder natürlich ganz klassisch im 10×15-Bilderrahmen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die allermeisten Schnappschüsse ein karges Dasein in der digitalen Cloud fristen.

Bei meinen eigenen Fotos ist das nicht anders. Obwohl ich liebend gern Bilder verbastele. Flipbooks und Minialben eigenen sich zum Beispiel ideal, um kleine und große Ereignisse zu verewigen. Schaut hier!
Eine weitere tolle Möglichkeit, ist der Transfer von Bildern auf verschiedene Untergründe mit Hilfe von Photo Patch (oder Potch, je nach Hersteller). Ich habe es getestet und zeige Euch heute, wie es funktioniert.

Die Technik:

Unabhängig davon, ob Fotos auf Holz, Stoff oder Kerzenwachs transferiert werden sollen, ist die Vorgehensweise eigentlich immer identisch.
Ihr benötigt ein Motiv aus dem Laserdrucker. Nur Toner verbindet sich mit dem Transfermedium, Tinte führt leider zu keinem Ergebnis.
Im örtlichen Drogeriemarkt habe ich also zunächst ein paar Fotos ausgewählt und ausgedruckt.

Die Motive sollten spiegelverkehrt ausgedruckt werden, um auf dem Untergrund richtig zu erscheinen!

Die bedruckte Seite des Papiers wird mit einer gleichmäßigen Schicht des PatchPotch-Klebers eingepinselt, ebenso wie die möglichst helle Fläche, auf die das Motiv im Anschluss platziert wird. Dann legt Ihr das eingepinselte Papier auf den vorbereiteten Untergrund und streicht es mit dem Pinsel zu allen Seiten glatt.

Gut 24 Stunden später kann das vollständig getrocknete Papier abgelöst werden.
Das ist etwas mühsam. Feuchtet das Papier vorsichtig mit lauwarmem Wasser an und reibt dann mit einem Schwamm oder Tuch über das Papier.
Ich habe festgestellt, dass kreisende Bewegungen von der Mitte nach außen das Papier am besten lösen.

Leider habe ich an der ein oder anderen Stelle zu fest gerubbelt und damit den Toner abgewischt. Ärgerlich!
Möglich auch, dass das Papier aus dem Drogeriemarkt-Drucker einfach zu dick war und sich daher schlecht ablösen ließ.
Wo immer auch der Fehler liegen mag, mit dem Ergebnis meines Fototransfers bin ich nicht ganz zufrieden.

Die fertigen Bilder können abschließend noch mit einer Versiegelung überzogen werden. Nutzt hierfür entweder eine zusätzliche Schicht des Transfermediums oder irgendeinen, beliebigen Versiegelungskleber. Ich habe das CreaPatch verwendet, das dem ModPodge ähnelt.
Das Versiegeln intensiviert die Farben und gibt dem Projekt einen hübschen Glanz.

Die Untergründe:

Fotos auf Holz

Im Baumarkt habe ich eine Sperrholzplatte erworben und diese mit der heimischen Laubsäge in Form gebracht. Dann habe ich der oben beschriebenen Technik entsprechend die Bilder vom Laserausdruck aufs Holz übertragen.

Leider habe ich beim Ablösen des Papiers viel zu viel der Farbe mit abgerubbelt. Schade, die Holztäfelchen wären sonst ein toller Blickfang geworden.

Fotos auf Keilrahmen

Wer gerne malt, hat bestimmt den ein oder anderen Keilrahmen zuhause. Diese sind ebenfalls bestens für den Bildertransfer geeignet.

Ich habe es auf einem Minirahmen ausprobiert und leider sind auch hier beim Papierabrieb ein paar Farblücken entstanden. Die Idee gefällt mir aber trotzdem gut, ich werde es noch einmal probieren.

Fotos auf Kerze

Das beste Ergebnis hat bei mir der Transfer auf eine helle Stumpenkerze hervor gebracht, obwohl sich auch hier die Farbe etwas abgelöst hat.

Ich finde, dass die Fotokerzen ein tolles, kleines Geschenk sind oder sich hübsch auf einem Sideboard machen.

Fotos auf Stoff

Zuletzt noch mein Versuch, das Photo Patch auf Baumwolle anzuwenden. Der Stoff wird sehr fest, nachdem das Papier getrocknet ist und dieses lässt sich auch nicht gut ablösen. Entsprechend große Lücken zeigt das Motiv auf dem Stoff.

Ich habe das Stoffbild dennoch in einem Kaffee-Mug-Rug verarbeitet und bin am Ende recht versöhnt mit dem Ergebnis.

Fazit:

Ich würde beim nächsten Mal auf jeden Fall ein dünneres Papier benutzen und beim Abrieb des Papiers noch vorsichtiger vorgehen.
Die Idee des Foto-Transfers gefällt mir nach wie vor sehr, da sich hiermit ganz leicht individuelle Hingucker und Geschenke kreieren lassen. Ich denke, es ist wie bei so vielen Dingen einfach ein Frage der Übung.

Also, probiert es unbedingt aus!

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