Kinderschuhe sind toll. Sie zeigen Mamis eindrucksvoll wie schnell die Zeit vergeht.
Während Kinderfüße zu Beginn in der Regel wie Unkraut wachsen und alle paar Wochen nach neuem Laufwerk verlangen, füllen sich Dachspeicher junger Eltern kistenweise mit Schühchen aller Art.
Unsere Sammlung umfasst nach fast sechs Jahren mehrere Ikea-Boxen randvoll mit Turnschläppchen, Sandalen, Turnschuhen, Gummistiefeln und  Winterschuhen in den Größen 22-31. Ich habe alle Sohnemann-Schuhe fein säuberlich eingelagert, in der Hoffnung, das Tochterkind würde dazu beitragen, den zumeist nur wenige Wochen getragenen Modellen zu etwas mehr Patina zu verhelfen.
Weit gefehlt, Winterschuhe passen Kind Nr. 2 pünktlich wenn die ersten Sonnenblumen blühen, Sandalen zur Frostperiode. Erschwerend hinzu kommt in unserem Fall: meine Tochter weiss ganz genau, dass Schuhe rosa sind und glitzern. Das Dachbodendepot glitzert nicht sonderlich, die Auswahl im hiesigen Schuhladen hingegen sehr. Dem Speicherplatz unterm Dach hilft wohl nur ganz bald ein Flohmarkt oder die Kleiderkammer.

Eigentlich wollte ich jedoch darauf hinaus, dass Kinderschuhe toll sind, weil sie ein Gradmesser für das Graue-Zellen-Wachstum der lieben Kleinen und für deren Drang nach Selbständigkeit sein können. Zweimal ist mir das bisher aufgefallen und in beiden Fällen gab es Helferlein, mit denen ich meinem Nachwuchs zur Seite stehen konnte. Diese Tipps möchte ich mit Euch teilen.

 

Nie-mehr-Entenfüße-Sticker

Irgendwann zwischen zwei und drei fängt bei den meisten Trotzköpfen die „Alleine“-Phase. Die Schuhe alleine anzuziehen gehörte bei meinen Kindern von Anfang an dazu. Hierbei landete häufig zielgenau der linke Fuß im rechten Schuh und umgekehrt. Ein weit verbreitetes Phänomen, das landläufig auch „Entenfüße“ genannt wird.

Nicht nur die Optik machte mir von vornherein zu schaffen. Das Sturzpotential wuchs immens. Eine Erzieherin gab mir zur Entenfuß-Zeit meines Erstgeborenen den heißen Tipp, einen länglichen Sticker oder ein Pflaster in der Mitte durchzuschneiden und je eine Hälfte in den passenden Schuh zu kleben.

Ich probierte es aus und im Nu hatte mein Sohn den Dreh raus. Er stellte die Schuhe zusammen gepuzzelt vor sich hin und zog sie fortan richtig herum an!
Zurecht lässt sich anmerken, dass die Sticker sich abnutzen können und dann am Füßchen kleben oder stören. Aus Erfahrung kann ich sagen, es hält viel besser als man meint, nur die Pflaster nutzen sich ziemlich bald ab. In feste Schuhe habe ich einfach auf je eine Sohle bzw. Einlegesohle die Hälfte eines Motiv-Flicken gebügelt. Das hält bombenfest.

   

 

Die gebundene Schleife

Der gute, alte Schnürschuh. Ich kaufte ihn zu Beginn der Kleinkind-Schuhzeit einmal und dann nicht wieder.  Mit zwei Jahren hat der Nachwuchs keine Zeit sich die Schuhe binden zu lassen. Mit etwas Glück erwischt man als Mami einen kurzen Moment, in dem ein Schuh über den Kinderfuß gestreift werden kann, mit einem Quäntchen mehr davon wird noch der Verschluss geschlossen. Handelt es sich bei dem Verschluss allerdings um eine Schleife, ist das Glück schnell verbraucht und das Kind rasch mit baumelnden Schnürsenkeln über alle Berge verschwunden.

Außerdem wollen Schleife und „Alleine-Phase“ anfangs einfach kein Team bilden.
Das änderte sich bei uns erst im letzten Herbst, als der nun Fünfjährige erzählte, die Mädels im Kindergarten könnten schon die Schleife binden, er wolle es auch lernen. „Prima“, dachte ich und kaufte einen Winterschuh am Senkel. Der Schuh war gekauft, der Winter lang und die Mühe groß. Es machte nicht KLICK, der Sohnemann-Frust wuchs über verknotete Schuhbänder und ich konnte es nicht besser erklären.

Ich las von dem Tipp, es mit einem „Lernschuh“ aus Pappe zu üben. Ich kann nur sagen, es ist genial! Nur wenige Minuten und Erklärungen waren nötig, da saßen Knoten und Schleife perfekt. Seither schnürrt der Große jeden Schuh wie ein alter Hase. Und weil der Lernschuh so einfach selbst gemacht ist und so manches Treppenhaus vor Flüchen bewahren kann, zeige ich Euch kurz, wie Ihr ihn herstellen könnt:

Ihr benötigt:

Ein Stück Pappe (z.B. aus einer Müsliverpackung), einen Schnürsenkel, einen Kinderschuh als Vorlage, eine Lochzange, Schere und Stift

Legt den Schuh auf die Pappe und zeichnet den Umriss ab. Schneidet nun die Pappe entlang der Kontur aus und locht die Pappe zehnmal in der Mitte, wobei je zwei Löcher gegenüber liegen. Nach Belieben kann das Muster des Schuhs mit ein paar Strichen auf die Lernpappe übertragen werden. Dann zieht Ihr die Schnürsenkel durch die Löcher und fertig ist der „Lernschuh“.

   

Ich weiss nicht, warum es so viel besser funktioniert hat, als am echten Schuh. Vielleicht war es die Haptik oder es lag daran, dass es sich mit dem Stück Pappe so bequem auf der Couch probieren liess. Möglich auch, dass es eher wie ein Spiel oder zu lösendes Rätsel wirkte.

Probiert es einfach mal aus!

 

 

 

 

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